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* http://www.contre-faits.org/spip.php?article23
 
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* http://www.indybay.org/newsitems/2007/06/03/18424171.php
 
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==03.06.==
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===Migration===
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Am Montag dem 4 Juni konzentrierten sich die Proteste auf die Forderung nach globabler Bewegungsfreiheit und gleiche Rechten für alle. Mehrere dezentrale Aktionen, u.a. an der Rostocker Ausländerbehörde und dem Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen (der Ort wo 1992 Nazis tagelang Flüchtlinge angriffen), wurden von einer Demonstration in Rostock gefolgt, die nach mehrstündigen Verhandlungen mit der Polizei gegen 16Uhr endlich startete. Die Polizei erlaubte der Demo nicht in die Innenstadt zu gehen. Trotzdem versammelten sich am frühen Abend tausende am Hafen. Aktionen gab es auch in anderen Städten (Dresden | Houston(Texas)).
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Gegen Abschiebungen und rassistische Diskriminierung
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Am frühen Morgen versammelten sich über 2000 Menschen an der Einwanderungsbehörde in der Werfstrasse in Rostock versammelt. Bei angenehmer Atmosphäre demonstrierten sie gegen Abschiebungen und die rassistischen Diskriminierungen, denen Flüchtlinge und MigrantInnen ständig ausgesetzt sind. Eine Samba-Band spielte und es gab Straßentheater. Nach der Kundgebung zog ein Teil der Anwesenden in Richtung Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen, um dort der Nazi-Attacken auf Flüchtlinge im August 1992 zu gedenken. Ein anderer Teil zog zu einer Aktion vor einer LIDL-Filiale.
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Prekarisierung und Migration: LIDL
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Vor einer LIDL-Filiale im Rostocker Stadtteil beteiligten sich am Morgen etwa 300 Menschen an einer Kundgebung, um auf die prekären Arbeitsbedingungen im Billig-Discounter hinzuweisen und den Zusammenhang von billigen Waren und Migration zu thematisieren. Dabei sprachen unter Anderem ein Aktivist der <a href="http://lidl.verdi.de/">LIDL-Kampagne der Gewerkschaft ver.di</a> und ein Vertreter der andalusischen LandarbeiterInnengewerkschaft SOC. Während ersterer die miesen Arbeitsbedinungen bei LIDL thematisierte, die das (Arbeits-)Leben der ArbeiterInnen zunehmend schwerer macht, wies zweiterer auf die ruinösen Preisdiktate hin, die LIDL und anderen Supermarktketten auszeichnet. Auf diese Weise werden insbesondere die Preise für landwirtschaftliche Produkte in den Keller getrieben. Häufig sind es vor allem (papierlose) MigrantInnen, die sich gezwungen sehen, die miesen Lohn- und Arbeitsbedinungen in der Landwirtschaft zu akzeptieren – etwa als TagelöhnerInnen im Plastikmeer von Almeria oder als SpargelstecherInnen in Mecklenburg-Vorpommern.
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Die Aktion war von Anfang an Polizeischikanen ausgesetzt. Schon die Anfahrt stellte sich für viele als Schwieriges unterfangen heraus, weil die Polizei den Bahnverkehr eingeschränkt hatte. Vor Ort erwartete die DemonstrantInnen dann ein martialisches Polizeiaufgebot, welches den Kundegebungsort - den LIDL-Parkplatz - umstellte. Es wurden die Taschen aller ankommenden Personen kontrolliert und immer wieder zogen Trupps von Riotcops durch die Kundgebung. Die VeranstalterInnen forderten die Polizei wiederholt auf, die Provokationen zu unterlassen, was diese nicht interessierte.
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Gedenken an die Pogrome von Lichtenhagen
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Im Stadtteil Lichtenhagen gedachten über 2000 Menschen der Pogrome vom August 1992, bei denen Neonazis unter dem Beifall Tausender die Zentrale Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge sowie ein Wohnheim vietnamesischer ArbeiterInnen mit Steinen und Molotowcocktails angriffen. Das Pogrom dauert mehrere Tage an, ohne dass die Polizei den BewohnerInnen Schutz gewährte. Kurz nach den Angriffen wurde der Artikel 16 des Grundgesetzes geändert, wobei der Passus "Politisch verfolgte genießen Asylrecht" de facto außer Kraft gesetzt wurde.
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Auch bei dieser Aktion kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Sie griff einzelne Personen aus der Menge heraus, nachdem sie diese vorher überwacht und gefilmt hatte. Es wurden mindestens 3 Menschen festgenommen. Dabei wurde das Legalteam abgedrängt und daran gehindert, Informationen über die Festgenommenen zu erlangen. Die Polizei ging ohne Grund sehr aggressiv vor. So wurde ein Journalist verletzt, als ihm seine Kamera ins Gesicht geschlagen wurde. Ein Demonstrant aus Kamerun wurde von der Polizei verletzt (vermutlich Nasenbruch). Er stand in einer Gruppe von Autonomen und wurde daraufhin brutal aus der Menge gezogen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Auf dem Rückweg von der Lichtenhagener Kundgebung wurden weiter AktivistInnen attakiert. Die Polizei drängte die Menschen in den Zug und schlug selbst im Zug noch um sich.

Revision as of 00:24, 5 June 2007

Hier Infos sammeln, die in Features vorkommen sollen/können und/oder verlinkt werden können.

01.06.

Bombodrom

Video

02.06

Großdemo

Berichte

Analyse

Bilder

Videos

Corporate media

Schwerin

Anderes

03.06.

Demo Landwirtschaft

Bilder

03.06.

Migration

Am Montag dem 4 Juni konzentrierten sich die Proteste auf die Forderung nach globabler Bewegungsfreiheit und gleiche Rechten für alle. Mehrere dezentrale Aktionen, u.a. an der Rostocker Ausländerbehörde und dem Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen (der Ort wo 1992 Nazis tagelang Flüchtlinge angriffen), wurden von einer Demonstration in Rostock gefolgt, die nach mehrstündigen Verhandlungen mit der Polizei gegen 16Uhr endlich startete. Die Polizei erlaubte der Demo nicht in die Innenstadt zu gehen. Trotzdem versammelten sich am frühen Abend tausende am Hafen. Aktionen gab es auch in anderen Städten (Dresden | Houston(Texas)).

Gegen Abschiebungen und rassistische Diskriminierung

Am frühen Morgen versammelten sich über 2000 Menschen an der Einwanderungsbehörde in der Werfstrasse in Rostock versammelt. Bei angenehmer Atmosphäre demonstrierten sie gegen Abschiebungen und die rassistischen Diskriminierungen, denen Flüchtlinge und MigrantInnen ständig ausgesetzt sind. Eine Samba-Band spielte und es gab Straßentheater. Nach der Kundgebung zog ein Teil der Anwesenden in Richtung Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen, um dort der Nazi-Attacken auf Flüchtlinge im August 1992 zu gedenken. Ein anderer Teil zog zu einer Aktion vor einer LIDL-Filiale.

Prekarisierung und Migration: LIDL

Vor einer LIDL-Filiale im Rostocker Stadtteil beteiligten sich am Morgen etwa 300 Menschen an einer Kundgebung, um auf die prekären Arbeitsbedingungen im Billig-Discounter hinzuweisen und den Zusammenhang von billigen Waren und Migration zu thematisieren. Dabei sprachen unter Anderem ein Aktivist der <a href="http://lidl.verdi.de/">LIDL-Kampagne der Gewerkschaft ver.di</a> und ein Vertreter der andalusischen LandarbeiterInnengewerkschaft SOC. Während ersterer die miesen Arbeitsbedinungen bei LIDL thematisierte, die das (Arbeits-)Leben der ArbeiterInnen zunehmend schwerer macht, wies zweiterer auf die ruinösen Preisdiktate hin, die LIDL und anderen Supermarktketten auszeichnet. Auf diese Weise werden insbesondere die Preise für landwirtschaftliche Produkte in den Keller getrieben. Häufig sind es vor allem (papierlose) MigrantInnen, die sich gezwungen sehen, die miesen Lohn- und Arbeitsbedinungen in der Landwirtschaft zu akzeptieren – etwa als TagelöhnerInnen im Plastikmeer von Almeria oder als SpargelstecherInnen in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Aktion war von Anfang an Polizeischikanen ausgesetzt. Schon die Anfahrt stellte sich für viele als Schwieriges unterfangen heraus, weil die Polizei den Bahnverkehr eingeschränkt hatte. Vor Ort erwartete die DemonstrantInnen dann ein martialisches Polizeiaufgebot, welches den Kundegebungsort - den LIDL-Parkplatz - umstellte. Es wurden die Taschen aller ankommenden Personen kontrolliert und immer wieder zogen Trupps von Riotcops durch die Kundgebung. Die VeranstalterInnen forderten die Polizei wiederholt auf, die Provokationen zu unterlassen, was diese nicht interessierte.

Gedenken an die Pogrome von Lichtenhagen

Im Stadtteil Lichtenhagen gedachten über 2000 Menschen der Pogrome vom August 1992, bei denen Neonazis unter dem Beifall Tausender die Zentrale Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge sowie ein Wohnheim vietnamesischer ArbeiterInnen mit Steinen und Molotowcocktails angriffen. Das Pogrom dauert mehrere Tage an, ohne dass die Polizei den BewohnerInnen Schutz gewährte. Kurz nach den Angriffen wurde der Artikel 16 des Grundgesetzes geändert, wobei der Passus "Politisch verfolgte genießen Asylrecht" de facto außer Kraft gesetzt wurde.

Auch bei dieser Aktion kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Sie griff einzelne Personen aus der Menge heraus, nachdem sie diese vorher überwacht und gefilmt hatte. Es wurden mindestens 3 Menschen festgenommen. Dabei wurde das Legalteam abgedrängt und daran gehindert, Informationen über die Festgenommenen zu erlangen. Die Polizei ging ohne Grund sehr aggressiv vor. So wurde ein Journalist verletzt, als ihm seine Kamera ins Gesicht geschlagen wurde. Ein Demonstrant aus Kamerun wurde von der Polizei verletzt (vermutlich Nasenbruch). Er stand in einer Gruppe von Autonomen und wurde daraufhin brutal aus der Menge gezogen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Auf dem Rückweg von der Lichtenhagener Kundgebung wurden weiter AktivistInnen attakiert. Die Polizei drängte die Menschen in den Zug und schlug selbst im Zug noch um sich.